Abrechnung

Abrechnung-PraxisEs können mit allen gesetzlichen Krankenkassen eine Behandlung für Erwachsene abgerechnet werden. Vor Beginn der Therapie finden im Allgemeinen bis zu 3 Sprechstundentermine (auch bei verschiedenen Therapeuten und Therapierichtungen möglich) und zwischen 2 bis 4 probatorische Sitzungen statt. Danach ist entweder eine Akutbehandlung mit bis zu 12 Sitzungen, eine Kurzzeittherapie mit bis zu 24 Stunden oder eine Langzeittherapie ab 60 bis maximal 80 Sitzungen möglich.
 
Sie können natürlich auch jederzeit die Kosten als Selbstzahler übernehmen, dann spielen Antragsformalitäten und eine begrenzte Stundenanzahl für Sie keine Rolle.
 
Je nach Ihrem individuellen Versicherungsvertrag übernehmen die privaten Krankenkassen zu 100% oder zumindest anteilig die Kosten für eine Psychotherapie. Die Abrechnung erfolgt entsprechend der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Der aktuelle Stundensatz für eine Einzeltherapie à 50 Minuten beträgt 100,56€. Weitere Leistungen wie Diagnostik, Anamneseerhebung, Berichterstellung, konsiliarische Erörterung mit dem mitbehandelnden Arzt, Schreibgebühr und Bescheinigungen können bei Bedarf hinzukommen. Viele Private Krankenkassen haben auch ein jährlich vorgegebenes Stundenkontingent, dass in der Regel ohne große Formalitäten genehmigt wird. Bei anderen privaten Krankenkassen muss zu Beginn der Therapie vom Therapeuten ein Antrag gestellt werden, der eine somatische Abklärung (Konsiliarbericht) durch einen Arzt (Haus- oder anderer Facharzt) beinhaltet und der von einem unabhängigen Gutachter bewilligt werden muss. Dafür stehen in der Regel (je nach Krankenkasse) bis zu 5 probatorische Sitzungen (sogenannte Probesitzungen) zur Verfügung. Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit sich selber sicher zu sein, dass Sie eine Therapie anstreben möchten und mit dem behandelnden Therapeuten eine gewisse Vertrauensbasis besteht. Bitte erkundigen Sie sich selber bei Ihrer Krankenkasse nach Ihrem ganz individuellen Tarif, wenn Sie eine Psychotherapie beginnen möchten.
 
Wenn Sie Beihilfeberechtigt sind, dann muss spätestens nach fünf probatorischen Sitzungen ein ausführlicher Bericht, inklusive Konsiliarbericht (s. oben), an einen unabhängigen Gutachter gestellt werden. Die private Krankenkasse schließt sich in der Regel der Entscheidung der Beihilfestelle an, so dass kein weiterer Bericht eingereicht werden muss.